Eintrittskarte zum Klub der Zwanzigpfuender

Nach zuletzt drei erfolglosen Nächten der Karpfenangelei wollte ich es endlich mal wieder wissen. Den Erfolg sollte mir die richtige Strategie und auch ein erhöhter Aufwand am See bringen.

Am Dienstag, den 21.07. besuchte ich – diesmal mit tragkräftiger Hilfe meines Bruders – mein Stammgewässer. Die Session sollte zwei Nächte dauern.

Nach dem mühseligen Herantragen des Angelzeugs an die Angelstelle wurden Zelt, Rodpod und Ruten montiert.

Das Gewässer ist mir bekannt, fix wurde mit Hilfe eines Schlauchbootes eine Markerboje gesetzt, angefüttert und die Montagen zum Spot gebracht.

Ausbringen der Montagen
Ausbringen der Montagen

Entgegen meiner Erfahrungen mit dem See blieb es am Abend sowie in der Nacht unerwartet ruhig, so konnten wir ungestört nächtigen.

Nachtruhe mit Gesellschaft
Nachtruhe mit Gesellschaft

Mit der Morgendämmerung begann dann das große Beissen. Schrill tönte der Carpsounder, sicher wurde der vermeindliche Karpfen gehakt. Leider stieg der geschätzte 15 Pfünder mit ausgeschlitzem Haken kurz vor der Landung aus.

Kurze Zeit später dann der nächste Run. Die erste Flucht führte den starken Fisch in ein Krautfeld und führte zum Bruch des Hakens. Man sollte wirklich nur bestes Material kaufen…

Gebrochener Haken
Gebrochener Haken

Den nächsten Biss konterte mein Bruder. Leider konnte der Fisch nicht gehakt werden. Weiterhin war jedoch viel Bewegung im Wasser. Springende Kleinkarpfen, Bugwellen der Größeren, aufsteigende Blasen gründelnder Fische.

Gegen zehn Uhr dann der nächste Biss. Diesmal wollte ich sicher gehen und drillte den starken Kämpfer direkt vom Boot, in das ich mich sofort nach dem Anhieb begab. Meine Entscheidung war goldrichtig. Nach einem 15 minütigen Drill, der immer wieder in starke Fluchten des nun erkannten Schuppenkarpfens gipfelte, konnte ich den Fisch landen. Ich sollte mir jedoch einen größeren Kescher zulegen. Der benutzte Bootskescher wurde verdammt eng für den Fisch.

Karpfen im Hechtkescher und Badeboot
Karpfen im Hechtkescher und Badeboot

Erschöpft aber glücklich hielt ich meinen ersten Zwanziger im Arm. 23 Pfund zeigte die Waage, bei 80 cm Länge. Was für ein wunderschöner Schuppenkarpfen.

Spiegelkarpfen, 23 Pfund bei 80 cm Länge
Spiegelkarpfen, 23 Pfund bei 80 cm Länge

Bald wurde der Fisch wieder ins Wasser entlassen.

Den Augenblick geniessend verbrachten wir dann die Stunden bis zur Abreise. Die Ruten wurden nicht neu beködert. Ich stellte nur noch den Schleien nach, um doch noch die Bratpfanne zu füllen und hatte auch da Erfolg.

Für mich stellte sich einmal mehr dar, das ein gewisser Aufwand am Gewässer notwendig ist, um Erfolg zu haben. Das Kennen des Gewässerprofils um Hotspots zu beangeln ist für mich genauso notwendig, wie das zielgenaue Ausbringen der Montage mit dem Boot. Hier beangelte ich eine Sandbank.

Meine neuen Okumas bestückt mit 35er Shimano Technium Tribal verrichteten ihren Dienst großartig.

Ich freue mich schon auf den nächsten Besuch bei meinem Hausgewässers.

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